Pearl Harbor, die Hundertste
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 20.06.2013 um 00:00
 Kategorien: Bücher, Filme & mehr
Bevor ich anfange einen Eintrag zu schreiben, habe ich normalerweise eine ziemlich genaue Vorstellung worüber ich schreiben möchte. Aber wie heißt es so schön? Selbst der beste Plan fällt beim ersten Feindkontakt in seine Bestandteile zusammen. So auch bei mir und dem Eintrag am Montag. Ursprünglich wollte ich das Thema nur als Einleitung benutzen und dann wurden am Ende zwei Seiten und damit ein eigener Eintrag draus. Kommen wir also stattdessen heute zu dem, worüber ich eigentlich reden wollte: Yamamoto Isoroku (1884-1943)

Porträt von Yamamoto IsorokuIhr erinnert euch vielleicht noch an den Film Panzerschiff Graf Spee. Darin ging es zum einen um die letzte Feindfahrt des Schiffes, gleichzeitig aber auch um Hans Langsdorff, den Kapitän des Schiffs. Ein Mann, den man definitiv nicht in die typische Nazi-Ecke schieben kann, sondern selbst im Ausland bis heute einen guten Ruf genießt. Was das nun mit Yamamoto Isoroku zu tun hat? Nun, zum einen war auch er bei der Marine während des Zweiten Weltkriegs. Allerdings in der Position des Oberkommandierenden der Vereinigten Flotte der Kaiserlichen Marine. Also definitiv ein paar Gehaltsstufen höher als Langsdorff. Zum anderen war auch er nicht gerade der blutrünstigste Geselle (obwohl er durchaus auch ein paar Soldatenleben auf dem Gewissen hat), sondern war zuerst strikt gegen die Unterzeichnung des Dreimächtepakts mit Deutschland und setzte bis zum Ende seines Lebens alles daran den Frieden mit den Amerikanern wieder herbeizuführen. Das ist insofern Paradox, als dass er der Mann hinter einem ganz bestimmten Großereignis des Jahres 1941 ist. Ja, wir reden wieder einmal vom Überfall auf Pearl Harbor. Entsprechend sind die Amerikaner bis heute nicht so gut auf ihn zu sprechen. Wenig verwunderlich, dass der Einsatz, der schlussendlich zum Tod von Isoroku führte, Operation Vengeance getauft wurde.

Die Mission wurde am 18. April 1943 durchgeführt. Dem Widerstand seiner Berater zum Trotz war Isoroku in einem Bomber mit minimalem Geleitschutz unterwegs zu einer Truppvisite in den nördlichen Salomonen. Aus unerfindlichen Gründen (manche Historiker sprechen von Verrat), wurde der Flugplan vorab per Funk übermittelt, von den Amerikanern abgefangen und rechtzeitig entschlüsselt. Die schickten aufgrund der Wichtigkeit eines Erfolges gleich 18 Flieger los und machten kurzen Prozess. Der Admiral war tot, bevor seine Maschine auf dem Boden einschlug.

Die Rationalisierung

Jetzt ist die spannende Frage natürlich wie der Admiral nicht nur den Angriff auf Pearl Harbor, sondern auch alle folgenden Operationen gegen die Amerikaner im Pazifikkrieg für sich gerechtfertigt hat. Wie erwähnt, wollte er im Gegensatz zu einem Großteil des japanischen Volkes Frieden haben. Warum war das Volk so scharf auf Krieg? Nun es waren Militärs an der Macht, die Wirtschaft war im Eimer (Krieg ist immer gut für die Wirtschaft) und die Euphorie im Lande war dank der Erfolge im bereits seit 1937 laufenden zweiten Japanisch-Chinesische Krieg groß. Als dann trotz allen Widerstands der Marine am Ende doch der Dreimächtepakt mit Deutschland, Italien und der Sowjetunion unterzeichnet wurde, wurde der Pazifikkrieg vorbereitet. Auch die Amerikaner waren bereits fleißig dabei sich auf die Schlacht vorzubereiten, vor allem weil die Spannungen zwischen Japan und China dazu führten, dass die Sache mit dem Öl nicht mehr so lief, wie es die Amis gerne gehabt hätten. So errichteten sie fleißig Stützpunkte wie den in Pearl Harbor.

Nachdem also klar war, dass es zum Krieg kommen würde, wollte Japan natürlich den Erstschlag ausführen und die Amerikaner empfindlich treffen. Schon alleine weil Amerika bald das Hundertfache an Truppen und Kriegsmaterial (Schiffe, Flugzeuge und so) hatte. Gleichzeitig strebte aber der Admiral wie bereits mehrfach erwähnt den Frieden an. Somit wurde die Idee geboren die mächtigen amerikanischen Flugzeugträger bei Pearl Harbor zu versenken und so den Amerikanern einen heftigen Schlag zu versetzen. Während die japanische Führung auf die Eroberung der Midway-Inseln hoffte und damit auf den Zugang zu wichtigen Rohstoffgebieten, hoffte Isoroku damit die Amerikaner zu Friedensverhandlungen mit Japan zu zwingen.

Warum nicht?

Prinzipiell, so komisch es auch im ersten Moment klingt, war das keine schlechte Idee. Hätte Japan wie geplant das knappe Dutzend Flugzeugträger gefunden, hätten sie sie definitiv erfolgreich versenken oder zumindest stark beschädigen können. Amerika war bekanntlich absolut nicht auf den Angriff vorbereitet. Und davon hätten sich selbst die Amis nicht so schnell erholt. Blöd nur, dass die Flugzeugträger nicht in Pearl Harbor vor Anker lagen, sondern woanders. Auch hier gibt es übrigens Verschwörungstheorien, dass die Amerikaner vorgewarnt waren. So massiv der angebliche Erfolg der japanischen Marine auch im Heimatland gefeiert wurde: Das Einzige was der Angriff gebracht hatte war, dass Amerika schlagartig dem Zweiten Weltkrieg beitrat und einen immensen Hass auf die Japaner entwickelte.

Ja, Hitler war natürlich auch ein Ärgernis. Aber der war ganz weit weg. Die paar popeligen U-Boote vor der Ostküste interessierten den durchschnittlichen Amerikaner trotz der vielen Propaganda nicht die Bohne. Das hat sich ja bis heute nicht wirklich geändert. Europa? Here be dragons. Aber nicht nur liegt Japan quasi vor der Haustür, es hatte auch massiv mit dem hinterhältigen Angriff den Nationalstolz verletzt. Und wenn es eins gibt, dass die Jungs und Mädels da drüben bekanntlich nicht mögen, dann wenn sie bloß gestellt werden.

Isoroku hielt trotz des Fehlschlags bis zu seinem Tod an seinen Friedensplänen fest. Jede weitere Schlacht, die von den Japanern geplant und durchgeführt wurde, hoffte der Admiral als Verhandlungsmasse gegen die Amerikaner einsetzen zu können. Doch obwohl Japan anfangs tatsächlich erfolgreich waren, wurde aus dem Frieden nichts. Stattdessen begann das Pendel ab Ende 1942 umzuschwenken. Das japanische Volk bekam davon freilich nichts mit. Die Propagandamaschine erzählte weiter von Erfolgen. Der Höhepunkt und damit dann auch der Abschluss des Krieges folgte 1945 als Little Boy Bekanntschaft mit der japanischen Stadt Hiroshima machte und wenig später Fat Man einen Bauchplatscher auf Nagasaki machte. Ihr falls ihr tatsächlich nicht wisst, wo von ich spreche (was traurig wäre): Little Boy war eine Atombombe und Fat Man eine Plutoniumbombe.

Was soll das alles?

Cover von Der Admiral: Krieg im PazifikJetzt stellt sich natürlich die Frage, warum ich euch das alles erzähle. Ganz einfach: Der japanische Kriegsfilm Der Admiral: Krieg im Pazifik ist im Mai endlich auch ungeschnitten in Deutschland erschienen (mit deutscher und japanischer Sprachausgabe). Und wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, geht es um die Geschichte von Admiral Yamamoto Isoroku. Der Film beginnt während der Diskussion um den Dreimächtepakt und endet mit dem Tod des Admirals. Wer allerdings jetzt ein actionlastiges und patriotisches Kriegsepos erwartet, der wird enttäuscht werden.

Ja, die wichtigsten Schlachten wie eben die von Pearl Harbor kommen natürlich vor. Sie sind aber nur sehr kurz dargestellt (und sehen dank eher mittelmäßigem CGI nicht so super aus). Stattdessen konzentriert sich der Film voll und ganz auf Isoroku. Mit dem zusätzlichen Effekt, dass die restlichen Charaktere nur ihn unterstützen und selbst eher Flach bleiben. Andererseits ist das auch nicht der Anspruch des Werks von Regisseur Izuru Narushima. Es handelt sich ganz klar um eine Biographie dieser außerhalb von Japan eher unbekannten oder zumindest falsch dargestellten historischen Persönlichkeit. Und in dieser Hinsicht ist der Film sehr gut gelungen. Es ist kein traditioneller Kriegsfilm, es ist definitiv kein Actionfilm und schon gar keine Moralpredig auf die Schrecken des Krieges. Stattdessen ist es ein historisch sehr akkurates und sehr gut besetztes Dokudrama.

Allerdings, und das darf nicht unerwähnt bleiben, ist es zwar historisch korrekt in dem was es erzählt. Es kehrt gleichzeitig aber auch den ein oder anderen schwarzen Fleck der japanischen Geschichte gekonnt unter den Teppich und ignoriert anders als beispielsweise Tora! Tora! Tora! die amerikanische Perspektive völlig. Das funktioniert natürlich ein Stück weit, weil Isoroku der Marine angehört und der Pazifikkrieg wie auch der im Atlantik im Vergleich zu den Kriegsverbrechen zu Lande relativ sauber war. Es bleibt aber ein Negativpunkt.

Bagdadsoftware meint: Von mir erhält der Film 3 von 5 Sics weil er im Vergleich zu einem Panzerschiff: Graf Spee oder Tora! Tora! Tora! nicht ganz so ausgereift ist. Das liegt zum einen an den schlechten CGI-Effekten, vor allem aber wie im letzten Absatz erwähnt an der trotz aller historischen Korrektheit vorhandenen Einseitigkeit des Films.

Was mich nicht stört, ich aber dennoch noch einmal explizit betonen möchte, ist die Dialoglastigkeit des Werks. Wie erwähnt dürft ihr keinen Actionfilm erwarten, sondern euch auf ein biographisches Dokudrama einstellen. Wen das allerdings nicht stört und wen der Pazifikkrieg beziehungsweise die Person Isoroku grundsätzlich interessiert, dem kann ich es nur empfehlen den Film mal anzuschauen. Es ist aber kein Werk, dass man sich jetzt einfach so mal reinzieht wie einen Film von Michael Bay oder so. Dafür ist er schlicht zu trocken und für einen Großteil der Zuschauer zu uninteressant.
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 Durchgehend oder nicht, das ist hier die Frage.
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 17.06.2013 um 00:00
 Kategorien: Bücher, Filme & mehr
Promobild zu Game of ThronesEs gibt wohl tatsächlich Leute, die sehnen sich zurück zur guten alten Zeit der TV-Serien. Was damit gemeint ist? Jede Folge ist in sich abgeschlossen und es gibt keine richtige zusammenhängende Geschichte abseits der ein oder anderen Doppelfolge und mal einer Erklärung für einen Cast-Wechsel. Selbst ein Staffelfinale mit Cliffhanger, wie wir es heute kennen, haben viele der älteren Serien nicht.

Natürlich hat dieses Fehlen einer echten Storyline einen ganz klaren Vorteil: Man kann einfach einschalten, wenn die Sendung im Fernsehen kommt und muss keine Angst haben nichts zu verstehen oder gar gespoilert zu werden. Schaut mal eine Episode von Staffel 3 von Game of Thrones ohne vorher die ersten beiden Staffeln gesehen zu haben. Das ist nicht unbedingt ein großer Spaß smile. Und selbst zu Zeiten der VHS-Kassette war das doch immer noch die meisten genutzte Variante eine Serie zu schauen. Eine Serie wie M*A*S*H, die zwar auch ihre One-Off-Episoden hatte aber über ihre 11 Staffeln hinweg doch eine zusammenhängende Geschichte erzählt, war immer noch die Ausnahme. Erst mit dem Aufkommen der DVD und dann Video-on-Demand wurde diese Art der Erzählung änderte sich das wirklich.

Selbstbestimmung!

Heutzutage bestimmt nicht mehr der TV-Programmmanager wann ich eine Folge schaue, sondern ich selbst (zumindest in Ländern, in denen Hulu, HBO, Netflix & Co. zur Verfügung stehen *grml*). Und dank der Popularität von DVD-/Bluray-Sets muss ich als Zuschauer eben nicht mehr über 24-30 Wochen verteilt meiner Lieblingsserie folgen, sondern mache einen auf JakillSlavik und schaue mir die komplette Staffel an einem Wochenende an. Entsprechend ist es heutzutage schlicht einfacher geworden einer durchgängigen Geschichte zu folgen.

Was natürlich auch den Vorteil für die Produzenten hat, dass sie gerade mit Cliffhangern gezielt arbeiten können und so die Zuschauer bei Laune halten. Gleichzeitig gehören diese dämlichen Clip-Sendungen (eine Folge, die im Prinzip aus Flashbacks beziehungsweise recyceltem Material besteht) vor der letzten oder den letzten beiden Folgen, die vor allem in den 90igern so beliebt waren, ziemlich der Vergangenheit an. Gott, sind die immer eine Zeitverschwendung. Außerdem erlauben zusammenhängende Geschichte mehr Freiheiten bei der Erzählung. Ein The Shield oder The Wire würde mit Einzelepisoden nicht funktionieren.

Die These

Ich bin also definitiv ein Fan des aktuellen Trends zur zusammenhängenden Serie inklusive der großen Gefahr, dass sie entweder frühzeitig eingestellt wird (Deadwood *sniff*) oder plötzlich Mist ist (Heroes Staffel 2, ich schau dich an). Und ich finde auch, dass es einigen älteren Serien äußerst gut getan hätte, wären sie diesem Format auch gefolgt. Batman (1966-1968), Columbo (1968-1978, 1989-2003), oder Mission: Impossible (speziell die 1988-1989-Serie) beispielsweise hätten etwas mehr zusammenhängende Struktur und damit auch interessante Geschichten sehr gut getan.

Promobild zu NCISAber auch heutzutage zum Beispiel die ganzen Crime-Dramas wie alles wo NCIS oder CSI draufsteht. Jede Folge dasselbe Format wird auf Dauer einfach langweilig (ja, ich hänge bei Staffel 8 von NCIS fest smile). Praktisch keine Charakterentwicklung zwischen Anfang und Ende einer Staffel stattdessen das gleiche, langweilige Monster- of-the-Week-Format, dass schon bei Akte X eher selten wirklich sehr gute Folgen produziert hat. Dabei ginge da so viel mehr. Stattdessen bleibt es bei Andeutungen (was man allein aus Gibs Backstory noch alles machen könnte abseits der paar Rückbezüge).

Der Beweis

Case and Point: Star Trek: Deep Space Nine und Star Trek: Enterprise. DS9 wurde erst so richtig gut, als die Sache mit dem Dominion Mitte Staffel 2 startete und dann direkt am Anfang von Staffel 3 die USS Defiant an der Station andockte. Oder will hier jemand ernsthaft behaupten, er erinnert sich noch an das, was in Staffel 1 passiert beziehungsweise kann eine gute Folge abseits vom Piloten daraus nennen? Eben.

Bei Star Trek: Enterprise gab es zwar von Anfang an die Sache mit dem Temporal Cold War, die dann schlussendlich auch zur Reise in den Delphic Expanse ab Staffel 3 führte. Doch in den ersten beiden Staffeln war der Bogen viel zu groß. Zwischen den wirklich interessanten Episoden, welche die Hauptgeschichte vorantrieben, waren die One-Offs, die entweder reinen Fanservice darstellten ("hier schaut, deswegen ist das in Star Trek: The Next Generation so und so") oder auch wieder dem Monster-of-the-Week-Format folgten. Als dann der Richtungswechsel stattfand, wurde die Serie schlagartig besser -- zumindest bis zum absolut grottigen Finale. Dann doch lieber einen Cliffhanger wie bei Deadwood, der wegen der Einstellung der Serie nie aufgelöst wird. Aber das ist ein anderes Thema smile.

Epilog

Natürlich verlange ich jetzt nicht, dass jede Serie grundsätzlich eine zusammenhängende Geschichte besitzt, die mich über alle Staffeln hinweg bei der Stange hält und schon gar nicht vollständig auf alleinstehende Episoden verzichtet wie beispielsweise ein Spacecenter Babylon 5, The Wire oder eben Game of Thrones. J.A.G. hatte beispielsweise ein ganz gutes Mittelmaß gefunden, wie ich finde.

Und vor allem im Comedy-Bereich lassen sich sicherlich auch weiterhin gute Argumente für reine Einzelepisoden finden, die maximal am Anfang und Ende einer Staffel etwas Zusammenhang haben. Bei Cartoons und im Kinderfernsehen sowieso. Zwar wäre es sicherlich auch interessant mal eine durchgehende Staffel von Die Simpsons zu sehen, aber der Anspruch der Serie ist einfach ein ganz anderer. Da reicht das bisschen Kontinuität, dass sich über die Jahre automatisch eingeschlichen hat völlig aus.

Ich gehöre aber ganz klar zu der Gruppe von Leuten, die sich die "gute" alte Zeit definitiv nicht mehr zurückwünscht. Ich finde es gut, dass sich die Fernsehlandschaft angepasst hat. Was ich mir stattdessen wünsche ist es Produzenten, die den Mut haben selbst bei erfolgreichen Serien auf ihrem Höhepunkt "Stop" zu sagen und sie anständig auslaufen zu lassen anstatt sie auf Biegen und Brechen in die Länge zu ziehen bis sie eingestellt werden und dann gar kein richtiger Abschluss mehr möglich ist oder zumindest der Weg dahin aufgesetzt/gezwungen wirkt. Hab‘ ich heute schon Staffel 8 von 24 erwähnt? Nein? Okay smile. Die unnötigen Staffeln 8 und 9 von Akte X und Scrubs Staffel 9 sind aber auch noch gute Beispiele dafür wie es nicht sein sollte.

Und damit verabschiede ich mich bis Donnerstag!
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 E3 2013
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 13.06.2013 um 00:00
 Kategorien: Spiele, Branche
Logo der E3 2013Schwups, da ist sie auch schon fast wieder vorbei, die E3 2013. Ich habe mir dieses Jahr nicht einmal die Pressekonferenz von Microsoft um 18:30 Uhr am Montag angetan. War zu sehr mit Minecraft und den Quake Live-Matches der 125 FPS June League beschäftigt. Aber ja: Sony hat dieses Jahr ganz klar Microsoft gezeigt wo der Hammer hängt. Die PlayStation 4 klingt in allen Belangen attraktiver (nur den Controller finde ich weiterhin Mist). An meiner derzeitigen Einstellung hat sich dennoch nichts geändert: Zum Release kommt mir wahrscheinlich keine der beiden Konsolen ins Haus. Da wäre natürlich zum einen die Tatsache, dass 500 Euro für die Xbox One und immerhin noch 400 Euro für die PlayStation 4 dann doch eine Menge Holz sind. Zum anderen sind zwar viele schicke Exklusiv-Titel angekündigt, aber da ist für mich absolut nichts dabei, was ich wirklich zwingend Day 1 spielen will. Aber das ist ja vor allem bei Sonys Line-up nichts Neues. Ich habe ja bekanntlich weder die God of War noch Uncharted oder ein Heavy Rain bis heute mehr als eine Stunde gespielt.

Nein, ich werde mir stattdessen Ende des Jahres erst einmal einen neuen Rechenknecht ins Haus holen (ja, dauert noch ein bisschen) und danach in eine hoffentlich noch einmal billigere PlayStation 3 mitsamt einem Großeinkauf an Spielen investieren (und 4 Wochen Urlaub oder so). Eine PlayStation 4 oder Xbox One gibt's frühestens 2014, je nachdem wie sich die Sache mit den Exklusivtiteln wirklich entwickelt. Zumindest bei der Xbox geht ja jetzt schon die Tendenz wieder stark in Richtung PC-Ports oder gleich Multi-Releases. Bin mir auch sicher, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird, angesichts der noch wesentlich höheren Entwicklungskosten der nächsten Generation. Sieht man auch schon daran wie doch so einige ehemalige Sony-fokusierte Franchises wie Final Fantasy oder Metal Gear plötzlich zumindest auch für die Xbox One erscheinen werden. Irgendeiner muss schließlich die noch größeren und noch höher aufgelösten Welten mit noch mehr Details füllen. Freut natürlich die Outsourcing-Firmen, die dann noch mehr Aufträge kriegen. Oder man macht die Spiele noch kürzer. Geht natürlich auch.

Die Spiele von EA, Teil 1

Aber kommen wir doch mal zu den Spielen. Was wurde denn so neu angekündigt, was ich mehr oder weniger interessant finde. Nun, da wäre natürlich allen voran Mirror's Edge 2 für alle Plattformen. Ja, es wurde nicht viel gezeigt und was gezeigt wurde, waren leider vor allem Kämpfe. Aber der coole Stil des ersten Teils ist wieder vorhanden und solang die Entwickler doch ein bisschen aus Teil 1 gelernt haben und entweder die Kämpfe interessanter gestalten (ich will keine Waffe in die Hand nehmen müssen!) oder sehr stark zurückfahren, dann wird das schon was. Bin auf jeden Fall sehr erfreut darüber, dass es einen zweiten Teil geben wird und bin sehr gespannt auf den Release.

Dann gab es die ersten Spielszenen zu Battlefield 4 zu sehen, die mich nicht wirklich umgehauen haben. Erinnert zum einen technisch sehr stark an den dritten Teil und hatte für mich jetzt auch nichts wirklich Neues zu bieten. Call of Duty: Ghosts hat wenigstens einen Hund smile. Die andere Ankündigung von EA war da schon wesentlich genialer: Star Wars Battlefront. ENDLICH! Wie lange warten wir schon auf einen dritten Teil (Antwort: Seit 2006). Da verzeiche ich den Marketingleuten (fast), dass es mal wieder ein Titel ohne Zahl im Namen ist. Ich freue mich schon drauf dauernd Star Wars Battlefront (2014) tippen zu dürfen.

Die Spiele von EA, Teil 2

Herstellerbild zu Dragon Age III: InquisitionDragon Age III: Inquisition und Need for Speed Rivals sind hingegen eher meh. Bin zwar gespannt darauf wieder nach Ferelden zu verschwinden (hoffentlich wieder mit Savegame-Import!) und war auch sehr erfreut Morrigan im Trailer (inklusive ihrer alten Synchronstimme) zu sehen. Aber es war am Ende des Tages halt doch nur ein Trailer ohne echte Informationen. Dabei wird doch am interessanten sein wie die angekündigte Fusion aus den Spielelementen der ersten beiden Teile aussehen wird. Need for Speed Rivals ist hingegen wieder ein Open World Need for Speed. Zwar nicht direct von Criterion Games, aber mit deren Unterstützung. Blöd nur, dass mich schon Need for Speed: Most Wanted (2012) nicht vom Hocker gerissen hat. Ein Need for Speed Shift 3 würde mich spontan mehr interessieren.

Plants vs. Zombies: Garden Warfare klingt da schon cooler. Gute Parodien sind immer willkommen in meiner Spielesammlung. Da braucht es in Sachen Spielmechanik auch gerne nur ein durchschnittlicher Shooter zu sein, solange der Humor stimmt. Aber Popcaps Portfolio ist ja bislang durchaus brauchbar (auch wenn man es natürlich nie zugeben würde Bejeweled und Peggle zu spielen), von daher erwarte ich da durchaus ein nettes Spielchen. NBA Live 14 macht mir da schon wieder mehr sorgen. Der letzte NBA-Titel, NBA Live 10, ist 2009 erschienen. Da erwarte ich entsprechend den ultimativen Hammer sowohl grafisch als auch spielerisch. NBA 2k14 wird jedoch wohl keine große Konkurrenz sein. Ja, 2K Sports hat einen würdigen Ersatz in den letzten Jahren abgeliefert. Aber wer wirklich einen Unterschied zwischen NBA 2K11, NBA 2K12 und NBA 2K13 erkennt, der hat vermutlich sehr gute Augen. Entsprechend ist die Rückkehr der NBA Live-Serie schon aufgrund des dadurch wieder vorhandenen Konkurrenzdrucks eine gute Sache.

Die Nintendo-Titel, Teil 1

Bei Nintendo, die keine richtige Pressekonferenz abgehalten haben, sondern nur eine Ausgabe von Nintendo Direct veröffentlichten, haben mich natürlich nur die 3DS-Titel interessiert. Yoshi's New Island, Super Smash Bros. und The Legend of Zelda: A Link Between Worlds waren da die drei großen Dinger (auch wenn der Zelda-Titel bereits bekannt war). Und es sind auch drei Spiele, auf die ich mich freue. Gut, wie viel Spaß Super Smash Bros. auf einem Handheld und ohne die Möglichkeit mit nur einem Gerät gegen Freunde zu spielen wirklich macht steht auf einem anderen Blatt. Aber ich finde es trotzdem gut und auch die neuen Charaktere wie die Trainerin aus Wii Fit, den Typen aus Animal Crossing und Mega Man zeigt zum einen wieder einmal, dass sich die Serie erfreulicherweise immer noch nicht wirklich ernst nimmt und macht zum anderen Lust auf mehr.

The Legend of Zelda: A Link Between Worlds könnte hingegen mal wieder ein Zelda-Titel sein, den ich tatsächlich spielen werde. The Legend of Zelda: A Link to the Past ist bekanntlich der einzige Vertreter der Serie, den ich durchgespielt habe (wenn auch nur am PC mit Emulator, aber psst). Mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D und The Legend of Zelda: Spirit Tracks bin ich (überraschenderweise) bislang nämlich nicht warm geworden. Selbst bei The Legend of Zelda stehe ich immer noch im ersten Dungeon. Kann euch aber auch nicht wirklich erklären warum. Die Welt von Hyrule an sich finde ich nämlich durchaus nett und interessant. Wenn aber der Nachfolger zu The Legend of Zelda: A Link to the Past tatsächlich durch und durch auf dessen Stärken setzt, dann könnte das mit mir und Link mal wieder klappen.

Die Nintendo-Titel, Teil 2

Super Mario World 2: Yoshi's Island habe ich hingegen zwar noch nicht durch, aber das gefällt mir auch sehr gut. Vor allem der kunterbunte und kinderfreundliche Stil hat es mir angetan. Der scheint zwar in Yoshi's New Island nicht mehr ganz so vorhanden zu sein, vermutlich weil jetzt alles 3D ist statt gezeichnetes 2D, aber dennoch finde ich nett, dass Yoshi mal wieder Spiel bekommt. Aber bitte liebe Entwickler: Gestaltet das "wäääh" von Baby-Mario etwas weniger nervig. Gott wie ich das Geschrei hasse smile.

Aus der Wii U-Ecke hat mich nur die Ankündigung von Donkey Kong Country: Tropical Freeze aufhorchen lassen. Mit Donkey Kong Country Returns 3D habe ich trotz des massiven Schwierigkeitsgrads sehr viel Spaß. Ich hoffe entsprechend, dass auch der neue Teil wieder seinen Weg auf den Handheld finden wird. Eine Wii U werde ich mir nämlich garantiert nicht kaufen. Da bleibe ich dann doch bei PlayStation 4 oder Xbox One.

Square Enix

Herstellerbild zu Final Fantasy XVAus Final Fantasy XIII: Versus wird also Final Fantasy XV. Immerhin besser, als wenn es gar nicht mehr erscheinen würde. Ansonsten gibt es wie immer nicht viel zu sagen: Der Trailer sieht traumhaft aus und auch später im Spiel werden die Rendersequenzen sicher wieder eine Augenweide sein. Und sonst ist es halt ein Final Fantasy. Nicht mehr und nicht weniger.

Zugegeben: Das ließe sich auch von Kingdom Hearts III behaupten. Aber seid doch einfach ruhig. Das Spiel wird geil und der absolute Megaoberhammer und sowieso der einzige Grund, warum ich mir dann doch eine Next-Gen-Konsole hole. Während allerdings jetzt viele Fanboys darauf hoffen Charaktere aus Star Wars, Indiana Jones und unzähligen LucasArts-Titeln anzutreffen, bin ich von der Idee derzeit noch nicht so ganz begeistert. Kann mir es nicht so wirklich vorstellen mit Darth Vader (oder gegen ihn) ins Land zu ziehen und beispielsweise auf einem Todesstern zu kämpfen. Das passt vom Gefühl her einfach nicht zum Stil der Serie. Aber ich lasse mich natürlich gerne positiv überraschen. Vom Kauf hält es mich sowieso nicht ab. Die Handheld-Ableger haben mich total angefixt smile.

Ubisoft

Der Always-On-Zwang des kommenden Rennspiels The Crew schreckt natürlich erst einmal ab. Andererseits sind mittlerweile alle Rennspiele vernetzt und man merkt es eigentlich gar nicht mehr. Stattdessen bin ich gespannt was die Jungs von Ubisoft Reflections (Driver: San Francisco) und Ivory Tower so produzieren. Hinter Ivory tower steckt nämlich Eden Games, was die beiden Test Drive Unlimited-Spiele gemacht hat und Anfang des Jahres geschlossen wurde. Da sind also durchaus zwei Studios am Werk, die Ahnung von dem haben, was sie tun.

Ubisoft hat außerdem noch Trials Fusion und Trials Frontier angekündigt. Letzteres ist der erste Trials-Ableger für Smartphones. Entsprechend erwarte ich da jetzt nichts wirklich Großartiges. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass zum einen die Steuerung wirklich gut funktioniert und man zum anderen dann noch genug auf dem Bildschirm sieht. Zumal die Trials-Spiele ja schon etwas Finesse benötigen. Die Interaktion mit Trials Fusion klingt allerdings wiederrum interessant und es wird spannend zu sehen sein, wie dieses Zusammenspiel aussieht. Von Trials Fusion erwarte ich hingegen mehr vom Gleichen, aber auch endlich die Möglichkeit, dass alle Plattformen miteinander verbunden sind. Das heißt ich möchte nicht nur Levels auf PC herunterladen können, die auf der Xbox erstellt wurden, sondern auch gegen Ghosts von meinen Freunden antreten, die auf einer anderen Plattform als ich spielen. Das ist in Trials Evolution nämlich beides nicht möglich und das finde ich doof.

Bei Microsoft angekündigt, Teil 1

Halo also. Noch so ein Spiel ohne eine Zahl im Namen. Immerhin hieß der erste Teil damals Halo: Combat Evolved entsprechend muss ich nicht Halo (2014) schreiben. Dennoch finde ich es wie immer bescheuert. Der Trailer an sich hat mich hingegen nicht so umgehauen wie damals der zur Ankündigung von Halo 3 (der war genial!). Als Fan des Universums freue ich mich aber natürlich trotzdem wie die Geschichte des Master Chiefs weitergeht. Der Reveal im Trailer mit dem Cortana-Chip (kein Kommentar dazu, sonst spoilere ich Teil 4) und dem riesigen Forerunner War Sphinx (bislang nur bekannt aus den Büchern) hat definitiv Lust auf mehr gemacht.

Und wenn wir sowieso schon bei großen metallischen Dingern sind, dürfen wir natürlich Titanfall nicht vergessen. Das ist also das langerwartete Erstlingswerk von Respawn Entertainment, den ehemaligen Infinity Ward-Jungs (Call of Duty). Und ja, der Trailer hat einen guten Eindruck hinterlassen. Spiele mit Mechs kann es nie genug geben, auch wenn die gezeigten etwas zu gelenkig für meinen Geschmack waren und dann anders als Lost Planet ein First-Person-Shooter? Sign me up! Meine einzige, aber nicht ganz kleine Befürchtung ist allerdings, dass die Entwickler ihre Call of Duty-Herkunft nicht vergessen haben und uns am Ende erneut nur ein lineares Spektakel ins Haus steht. Ich hoffe natürlich, dass ich falsch liege. Aber man weiß ja leider nie.

Bei Microsoft angekündigt, Teil 2

Herstellerbild zu Dead Rising 3Der Trailer zu Dead Rising 3 hinterließ anfangs auch ein mulmiges Gefühl. Das sah alles äußerst ernst aus und passte ganz und gar nicht zu den doch eher schwarzhumorigen Vorgängern. Aber wie er sich dann gegen Ende den Sägenvorschlaghammer zusammenbastelt, wurden meine Bedenken zum Glück gleich wieder zerstreut. Es ist zwar jetzt nicht die exotischste Waffe, aber wo die herkommt, wird es sicherlich wie früher auch wieder allerlei abstruseres Zeug geben. Freu mich schon drauf wieder einen Mülleimer mit einer Bohrmaschine kombinieren zu dürfen. Aber vermutlich nicht in Deutschland. Glaube nicht, dass sich Capcom dieses Mal die Mühe macht das Spiel der USK vorzulegen.

Die Ankündigung von Minecraft: Xbox One Edition hat mich hingegen nur insofern interessiert, als dass die Achievement Hunter Jungs dann endlich mal eine halbwegs gescheite Minecraft-Version benutzen. Sie verweigern sich ja leider trotz allem Gefluche in ihren Let's Plays weiterhin der massiv überlegenen PC-Version (allein die Kartengröße ist ein Witz auf der Xbox 360).

Bei Crimson Dragon musste ich hingegen nicht an Panzer Dragoon denken, sondern an Westwood und ihr Spiel Dragon Strike von 1990. Allerdings befürchte ich, dass ich in Crimson Dragon weniger spielerische Freiheiten haben werde. Die Gründe dafür? Es ist ein Rail-Shooter, der Kinect zum Spielen benötigt *grml*. Dabei klang das doch so cool im ersten Moment. Endlich mal wieder ein Spiel, in dem ich richtig einen Drachen fliegen kann. Aber nein, das darf ich wieder nicht. Schade.

Bei Sony gezeigt

Mad Max ist ja schön und gut. Ich hätte aber doch irgendwie viel lieber Just Cause 3 gesehen. Aber gut, ich nehme solange auch ein Just Cause mit Endzeitszenario. Was anderes scheint Mad Max nämlich nicht zu sein abseits der Streichung des immens coolen Greifhakens. Sprich es erwartet uns eine offene Welt, in der ihr tun und lassen könnt was ihr wollt. Eben das, was wohl viele von RAGE erwartet hatten (warum auch immer).

Und dann wäre da noch The Order: 1886, der viktorianisch-futuristische Steampunk-Shooter. Viel darüber bekannt ist nicht derzeit. Ich hoffe auf ein Spiel ähnlich wie Deus Ex oder Dishonored, also mehr Rollen-/Denkspiel, und kein reinrassiger Ballertitel. Offiziell bezeichnet Sony das Spiel als "Third Person Action-Adventure". Allerdings wissen wir, dass sich hinter dieser Beschreibung praktisch alles verstecken kann. Interessant klingt auf jeden Fall schon einmal die Ankündigung, dass man auch real existierende Schauplätze besuchen und tatsächlichen Begebenheiten nicht nur beiwohnen, sondern auch an ihnen beteiligt sein wird. Mal schauen was die Jungs von Ready At Dawn Studios da abliefern. Bislang haben die vornehmlich für die PlayStation Portable entwickelt, wenngleich die beiden God of War-Titel einen guten Ruf haben. Außerdem wurde das Studio von ehemaligen Mitgliedern von Naughty Dog (Uncharted) und Blizzard Entertainment (WarCraft) gegründet. Wenn die also nicht wegen grober Unfähigkeit entlassen wurden, spricht das natürlich auch für sie smile.


So viel also zu dem, was bei mir von der E3 hängen geblieben ist. Wie immer stellt sich an dieser Stelle die obligatorische Frage an euch: Wie habt ihr die E3 erlebt und was hat euch gut und schlecht gefallen?
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 Christoph stellt vor #1: Grim Dawn
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 10.06.2013 um 00:00
 Kategorien: Spiele, Gespielt, Christoph spielt
Das waren also drei Wochen Urlaub am Stück. Wie immer viel zu wenig. Die Erholungsphase hat erst so wirklich letzte Woche eingesetzt. Aber gut, ich will mich ja nicht beschweren. Nötig hatte ich es definitiv und es erlaubte es mir auch mal wieder viel zu Spielen (25 Stunden in Counter-Strike: Global Offensive sprechen denke ich Bände :Smile:) und auch ein paar Filmchen zu schauen. Nein, Season 8 von 24 habe ich mir immer noch nicht weiter angetan.

Außerdem konnte ich euch so mit stattlichen sechs Videos belästig…ich meine bescheren. Remember Me habe ich leider erst am Samstag reinbekommen und da war ich schon voll zusammen mit Rondrer an unserem aktuellen Minecraft-Großprojekt dran (in Vorbereitung auf Patch 1.6, der Pferde in das Spiel einfügt), sonst wären es sieben Videos geworden. Stattdessen erwartet euch heute erneut die erste Folge einer weiteren Spin-Off-Serie zu Christoph spielt:

Christoph stellt vor #1: Grim Dawn


Das Prinzip von Christoph stellt vor ist das Gleiche wie bei Christoph zeigt: 15-30 Minuten reine Spielszenen während denen ich euch so viel wie möglich vom Spiel erzählen. Anders als bei Christoph zeigt, handelt es sich hier jedoch jeweils um keinen Titel, der schon längere Zeit im Laden steht. Stattdessen greife ich unter anderem endlich mal auf mein umfangreiches Kickstarter-Portfolio zurück und zeige euch Spiele, die erst noch erscheinen werden. Ihr seht also eine Vorschauversion im frühen/späten Alpha- oder Betastadium. Ob von Anfang an oder wie bei Grim Dawn schon ein bisschen weiter drin hängt denke ich vom jeweiligen Titel ab. Da es hier ja auch wieder ausschließlich darum geht euch das Spiel zu zeigen, will ich natürlich schon vorher ungefähr wissen was mich erwartet. Lässt sich sonst schwer was zu sagen smile.

Ziel der Serie ist es natürlich euch einen Überblick darüber zu geben, was euch erwarten wird, egal ob gut oder schlecht und euch so schon einmal Vorab ein bisschen die Kaufentscheidung zu erleichtern. Aber wie ich auch im Video sage: Nur weil der jeweilige Titel in Christoph stellt vor gezeigt wurde, bedeutet das nicht, dass er dann in keiner Folge Christoph spielt auftauchen wird (Christoph zeigt ist dann allerdings eher unwahrscheinlich). Das hängt dann nur etwas mehr davon ab was ich als Packung Zuhause habe und wie interessant er wirklich ist oder wie stark (im Guten wie im Schlechten) er sich vielleicht sogar seit der Vorschau verändert hat.

And that’s it

Damit wäre also das Videoserien-Trio bestehend aus Christoph spielt, Christoph zeigt und Christoph stellt vor komplett. Ich habe nun die Möglichkeit euch ein noch nicht erschienenes Spiel zu zeigen, einen brandaktuellen Titel und einen schon etwas älteren (meistens Geheimtipp). Mehr fällt mir in der Hinsicht nicht ein, was sich noch lohnen würde zu produzieren oder was gleichzeitig halbwegs interessant für euch wäre. Wenn euch aber noch etwas einfällt, dann natürlich immer her mit den Vorschlägen. Und nein, meine Amateur-Pr0n-Serie "Solo Male Masturbation" (das gibt jetzt Google-Hits!) ist für andere Seiten vorgesehen tongue. Hardwarevideos werde ich höchstens in absoluten Ausnahmefällen machen. Da habe ich dann doch zu wenig Ahnung von. Und Videoblogs möchte ich wie erwähnt zumindest derzeit keine machen.

Das Spiel

Zu Grim Dawn an sich gibt es hingegen mal wieder nicht viel zu sagen. Ich fand Titan Quest super, weil es wie Sacred einfach mehr zu bieten hatte als die Diablo-Titel inklusive sehr viel Liebe zum Detail (wer aufmerksam ist, kann sehr viele Fakten über die einzelnen realen Mythologien lernen). Grim Dawn scheint dem in nichts nachzustehen und erneut ein sehr gutes Action-Rollenspiel zu werden.

Problem ist nur: 2006 war der Markt mit Action-Rollenspielen noch nicht (gefühlt) so extrem überschwemmt wie derzeit. Was dieses Jahr noch alles rauskommen soll in der Hinsicht ist der Wahnsinn (selbst ohne die ganzen Kickstarter-Projekte). Dabei habe ich noch aus den letzten Jahren so viel nachzuholen (Torchlight [bin immer noch im ersten Dungeon] und Torchlight II zum Beispiel), weil die Titel ja nicht gerade zu den kürzesten gehören. Und 2013 erwartet uns ja auch noch Divinity: Original Sin und da liegt ganz klar meine Priorität drauf. Entsprechend sehe ich leider relativ schwarz was die Erfolgsaussichten von Grim Dawn angeht (aber auch für einen Titel wie Days of Dawn, das derzeit ja gefühlt jeder Deutsche wieder puscht). Aber warten wir es erst einmal ab. Bis zum Release dauert es ja noch ein Weilchen und ein Geheimtipp für Genrefans wird es definitiv wieder werden.

Bis Donnerstag!

Die Details zur Folge

Thema: Grim Dawn

Länge: 00:26:11

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Fazit (00:24:33)

Aufgezeichnet mit Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Stereo) und Adobe Soundbooth CS6
Format: F4V (H.264), 1920x1200, 30fps, 11,25MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CS6

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Spieleinstellungen: 1920x1200 bei 60hz und deaktiviertem V-Sync

Anti-aliasing: 4x
Anisotropic Filtering: 16x
Texture Quality: High
Shadow Quality: Very High
Detail Level: Very High
Reflection Quality: High
FX Quality: High
Lighting Quality: Very High
Weather Detail: Very High
Triple Buffering: On
Detail Objects: On
Post Processing: On
Depth of Field: On
Soft Particles: On

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte moderaten Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Derzeit habe ich kein weiteres Video in Planung. Die nächste Folge einer der drei Serien erscheint somit sobald ich ein passendes Spiel und die Zeit dafür habe smile.
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 Christoph zeigt #1: Receiver
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 06.06.2013 um 00:00
 Kategorien: Spiele, Gespielt, Christoph spielt
Ich gebe zu, dass ich euch derzeit ganz schön mit Videos zumülle. Andererseits gab es ja von eurer Seite aus keinen Widerspruch (oder diejenigen, die sich drüber beschweren, haben den Eintrag nicht gelesen weil sie Einträge mit Videos ignorieren). Von daher ist das wohl okay smile. Aber auch wenn ihr die Christoph spielt-Videos nicht anschaut, dem heutigen Video solltet ihr dennoch bitte Beachtung schenken. Es handelt sich dabei nämlich um die erste Folge einer Spin-Off-Serie zu Christoph spielt:

Christoph zeigt #1: Receiver


Die Schaffung von Christoph zeigt hat mehrere Hintergründe. Da wäre beispielsweise der Sachverhalt, dass eben einige Besucher mit Christoph spielt nichts anfangen können. Und dann die schlichte Tatsache, dass ich euch gerne auch Titel zeigen möchte, die ich bereits älter sind und die ich auch schon längere Zeit gespielt habe. Dazu kommt, dass ich natürlich mittlerweile (leider) auch einige Spiele habe (vor allem Indie-Titel), die es nur digital gibt, wo ich also kein großartiges Unboxing machen kann am Anfang. Außerdem ist ein Format, das ich in einem Tag komplett produzieren kann auch nicht schlecht.

Wie bringe ich das alles unter einen Hut, war also die Frage und die Antwort war denkbar simpel: In der guten alten Zeit, in der der Nachbar noch in der Nähe gewohnt hat und auch ein Maverick mich noch regelmäßig besuchen konnte, habe ich ihnen (auf Wunsch oder weil ich den jeweiligen Titel gerade am Laufen hatte) immer meine neuen Spiele gezeigt, wenn sie vorbeikamen. Und zwar genau so, wie ihr es in Christoph zeigt nun erleben könnt. Sprich ein 15-30 Minütiger Crashkurs aus reinen Szenen mitten aus dem Spiel in dem ich völlig subjektiv und absolut Erklärbärmässig alles runterrattere, was mir zum Spiel, seiner Story und speziell dessen Mechaniken einfällt. Sprich das Video ist ein einziger, großer Infodump.

Meine Hoffnung ist nun, dass dieses Format aufgrund der überschaubareren Länge und dem noch klareren "kein Let’s Play"-Ansatz beispielsweise auch einem jesters.ice gefällt. Ich würde ich mich entsprechend sehr über dazugehöriges Feedback in den Kommentaren freuen. Aber natürlich dürft ihr auch andere positive wie negative Kritik loswerden. Rede ich zu schnell? Zeige ich zu wenig? Und so weiter und so fort.

Das Spiel

Von Receiver habe ich erfahren, weil ich mittlerweile schon vor Jahren Overgrowth vorbestellt habe, den Nachfolger zur Hasen-Kung-Fu-Simulation Lugaru: The Rabbit’s Foot. Overgrowth selbst ist bereits seit 2008 in Entwicklung und wird es wohl auch noch 1-2 Jahre sein, da David Rosen im Prinzip der einzige Entwickler daran ist und er auch selbst die Engine gebastelt hat. Es werden aber regelmäßig (früher wöchentlich) spielbare Alpha-Versionen veröffentlicht und dank des integrierten Editors ist auch die Mod-Community bereits sehr aktiv. Außerdem ist der Titel bereits in einem sehr guten und vor allem spielbaren Zustand. Was im Prinzip jetzt noch fehlt sind die echten Inhalte. Derzeit landet ihr mit eurem Hasen einfach in einem Level und müsst entweder ein paar Gegner totkloppen mit eurem Hasen-Kung-Fu oder Parkour-mässig einen bestimmten Punkt erreichen. Mal schauen ob ich dazu vielleicht auch mal ein Video mache. Die Performance ist leider noch nicht die beste.

Aber was ich sagen wollte: Ich habe also Overgrowth vorbestellt und kriege dadurch auch automatisch Zugriff auf alles was Wolfire Games in der Zwischenzeit sonst noch so veröffentlicht. Derzeit gehört dazu Low Light Combat (erstellt während des Mojam 2 Charity Drive und ein Multiplayer-Deathmatch-Titel) und eben Receiver, was mich auch ziemlich schnell in seinen Bann gezogen hat. Allein in die Steam-Version habe ich mittlerweile schon wieder 5 Stunden investiert und die ist erst im April erschienen. Und in die Non-Steam-Version dürfte es mindestens noch einmal genauso viel, eher sogar noch mehr sein.

Das Konzept

Das liegt zum einen am generell suchterregenden Zufallskonzept (siehe meine 22 Spielstunden in The Binding of Isaac und die mittlerweile auch schon wieder 10 Stunden in FTL: Faster Than Light) und der damit verbundenen hohen Herausforderungen sowie natürlich an der innovativen und realistischen Waffensimulation. Zwar kann ich alle drei Waffen mittlerweile aus dem FF bedienen und denk darüber gar nicht mehr groß nach, aber dennoch ist schon allein die Art und Weise wie ihr die Knarre haltet was richtig cooles und erinnert etwas an Trespasser.

Nein, sie schwebt nicht frei durch den Raum. Die Arme eurer Spielfigur werden einfach nur nicht gerendert. Die Waffe und auch eure Taschenlampe verhalten sich aber so, als würdet ihr sie in der Hand halten. Wenn ihr die Waffe nachladet, nehmt ihr die Taschenlampe in den Mund und so weiter. Wird alles sehr akkurat simuliert und realistisch dargestellt. Nix also mit unten rechts festgezurrt oder einem unrealistischen Zoomeffekt, wenn ihr über Kimme und Korn zielen wollt.

Klar, das Spiel ist nicht perfekt und wird es auch nie sein. Es ist am Ende des Tages eben doch nur ein Experiment, das in 7 Tagen entstanden ist. Wen das unfertige Aussehen und das schnelle Wiederholen der Levelversatzteile (es gibt glaube ich insgesamt nur 5-10 Räume) aber nicht stören, dem kann ich den Kauf des Spiels für die 5 Euro definitiv nur empfehlen. Oder ihr greift gleich zu Overgrowth. Das ist schließlich wie erwähnt auch ein super Spiel (einfach mal auf YouTube nach "TotalBiscuit Overgrowth" suchen, sind mehrere Videos), kostet allerdings gleich 30 US-Dollar.

Bis Montag!

Die Details zur Folge

Thema: Receiver

Länge: 00:23:22

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Fazit (00:21:58)

Aufgezeichnet mit Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Stereo) und Adobe Soundbooth CS6
Format: F4V (H.264), 1920x1200, 30fps, 11,25MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CS6

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Spieleinstellungen: 1920x1200 bei 60hz und deaktiviertem V-Sync

Graphics quality: Fantastic

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Je nachdem wann ich Remember Me reinbekomme, erscheint am Montag entweder die 13. Folge von Christoph spielt oder die erste Ausgabe von Christoph stellt vor mit Grim Dawn als Thema.
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